Mit Festreden und einem kulturellen Programm wurde in der Botschaft Ungarns in Wien des Jahrestages der Revolution und des Freiheitskampfes von 1848/49 gedacht. Bei der Veranstaltung am 12. März wurden auch Vertreterinnen und Vertreter der ungarischen Gemeinschaft in Österreich für ihre Arbeit zugunsten der Volksgruppe ausgezeichnet.
Der Abend wurde von Botschafterin Edit Bátorfi Szilágyiné eröffnet, die in ihrer Ansprache über die Bedeutung des Nationalfeiertags und die Rolle der in der Diaspora lebenden ungarischen Gemeinschaften sprach. Sie betonte auch, dass die Erinnerung an die Revolution von 1848 für die ungarischen Gemeinschaften jenseits der Grenzen ein wichtiger Halt sei, da das gemeinsame historische Erlebnis zur Bewahrung der nationalen Identität beitrage. Bei der Veranstaltung wurde auch der Festbrief des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verlesen, in dem er über die Bedeutung des nationalen Zusammenhalts schrieb und darüber, dass die nationalpolitische Arbeit der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte seiner Ansicht nach fortgesetzt und die ungarischen Gemeinschaften jenseits der Grenzen weiterhin unterstützt werden müssten.

Auf die Eröffnungsansprache folgte das Grußwort von Miklós Panyi, Staatssekretär für parlamentarische und strategische Angelegenheiten im Ministerpräsidentenamt. Er erinnerte an die glanzvollen Momente der ungarischen Geschichte und betonte die nationale Einheit sowie den gemeinsamen Kampf für die Freiheit. Wie er betonte, hätten während der Revolution von 1848/49 Bürgertum, Adel und die Kaufmannsschicht gemeinsam für die ungarische Freiheit gekämpft, und jene Epoche habe auch die größten kulturellen und politischen Leistungen des Landes geprägt. Er hob die Rolle von Kossuth, Andrássy und der Märzjugend hervor, die als Helden für die Freiheit kämpften. Er fügte hinzu, dass das Wiener Gedenken nicht nur an die ungarische Geschichte erinnere, sondern auch an die historische Verflechtung der österreichisch-ungarischen Beziehungen, die nach der Schlacht von Mohács begann und durch die Habsburgerdynastie über mehrere Jahrhunderte hinweg die Beziehungen der beiden Länder prägte. In der Rede wurden auch praktische Informationen über die bevorstehenden Wahlen in Ungarn bekanntgegeben: Die Anwesenden wurden darauf hingewiesen, dass ungarische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Österreich auch an der Wiener Auslandsvertretung ihre Stimme abgeben können, dafür jedoch eine vorherige Registrierung erforderlich ist.
Am Ende der Veranstaltung folgte ein kulturelles Programm, das die Atmosphäre der Ereignisse von 1848 wachrief. Péter Rozs und das Ensemble Röppenj Pengető traten mit Zithermusik auf, außerdem präsentierten Délibáb und Napraforgók mit Volkstanzdarbietungen ungarische Traditionen.
Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte Edit Bátorfi Szilágyiné die Anerkennungsurkunden der Botschafterin an jene Vertreterinnen und Vertreter der ungarischen Gemeinschaft, die mit ihrer Arbeit zur Bewahrung der Identität und Kultur der in Österreich lebenden Ungarn beitragen.








Folgende Personen wurden ausgezeichnet:
- Ágnes Kiss, Pädagogin an der Wiener Ungarischen Schule
- Angyalka Schenk, Vorstandsmitglied des Zentralverbandes Ungarischer Vereine und Organisationen in Österreich, Vorsitzende des Ungarischen Jugend- und Kulturvereins Innsbruck
- Diána Mohl-Szilvágyi, Pädagogin an der Volksschule Oberpullendorf
- Nikolaus Dominkovits, stellvertretender Vorsitzender des Mittelburgenländischen Ungarischen Kulturvereins, Vizebürgermeister von Oberpullendorf
- Antal Mónika Kladek, Leiterin des Oberösterreichischen Ungarischen Wochenendkindergartens und der Wochenendschule
- Zoltánné Kancsó, Pädagogin bei AMAPED
- Annamária Mertzné Kugler, Assistentin der Direktion des Collegium Hungaricum, Pädagogin des Wiener Ungarischen Schulvereins
- Pater László Pál, Vikar der Diözese Eisenstadt
- Csilla Páll, Kunsthistorikerin, Presbyterin der Ungarischen Evangelischen Gemeinde A.B. in Österreich
- Erika Komon, Organisatorin des Grazer Ungarischen Filmklubs
- Ludwig Frauer, Vorsitzender des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins
Fotos, Text: Nóra Horváth
Übersetzung: Pathy





















