Der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein veröffentlichte im Jahr 2022 in seinem Jahresmagazin „Őrség” die lokalhistorische Arbeit von János Topler aus Oberwart mit dem Titel „Felsőeőr leírása. Eredete, alakulása, története és tényállása. A felsőőri nép számára” (Beschreibung von Oberwart. Seine Entstehung, Entwicklung, Geschichte und Fakten. Für die Bevölkerung von Oberwart). Der Autor begann sein Buch Weihnachten 1946 zu schreiben und vollendete es 1960 in erweiterter und überarbeiteter Form. Die Stadt Oberwart feiert im Jahr 2027 ihr 700-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden wir das Werk von János Topler in Auszügen veröffentlichen.
Es steht außer Zweifel, dass das Chinesische Reich das älteste auf dieser Welt ist, denn nach alten Sagen soll es schon 5 000 oder 10 000 Jahre vor Christi Geburt bestanden haben. Römische Geschichtsschreiber erwähnen zuerst den Kaiser Fo-ki, der von 3341 bis 3227 v. Chr. regiert haben soll (diese Angabe ist freilich zweifelhaft, denn zu dieser Behauptung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder herrschte der Kaiser tatsächlich 114 Jahre – damals lebten die Menschen länger als heute –, oder aber die Zeitrechnung war eine andere, kürzere – wir wissen es nicht). Fo-ki führte in China die Schrift, den Ackerbau und die Viehzucht ein, seine Gemahlin Luicen die Zucht des Seidenspinners. Mit einem Wort: Das chinesische Volk war zugleich das erste Kulturvolk. Im Laufe der Zeit und der Jahrtausende geriet das „Himmlische Reich”, wie es die Chinesen nennen, unter mehreren unfähigen Kaisern in Verfall und beinahe an den Rand des Zusammenbruchs. Dazu kam, dass ein äußerst gefährlicher äußerer Feind sein Fortbestehen bedrohte: als nämlich die Skythen von den Ufern der Lena – in der Bezeichnung der Chinesen „Hiungnu” (die Hunnen) – das Riesenreich so verwüsteten, dass es kaum mehr zu retten war. Schließlich bestieg wieder ein eiserner Kaiser den Thron, nämlich „Csin-sih-huang-ti”, der alle Provinzen abermals unter seinen Herrscherstab zu bringen wusste und auf den Rat eines Magiers (eines chinesischen Sehers und Priesters) von 237 bis 221 v. Chr. die Schutzlinie des großen Reiches bauen ließ – die Chinesische Mauer –, an der 17 Jahre lang 300 000 Menschen arbeiteten.
Diese Befestigungslinie war mit riesigen Wachtürmen und Bastionen versehen, 2200 Kilometer lang, 20 Meter breit und 20 Meter hoch – zugleich das größte Bauwerk der Welt, das selbst heutzutage, nach mehr als 2200 Jahren, den Betrachter noch in Erstaunen versetzt, obwohl es großteils nur mehr in Trümmern liegt. Diese Riesenmauer schob den Hiungnu, also den Hunnen, schließlich endgültig einen Riegel vor ihre Einfälle. Daraufhin wandten sie sich nach Westen und fielen in das benachbarte Reich Persien ein, doch auch hier zu ihrem eigenen Verderben: Denn hier erwartete sie Kyros, der berühmteste und mächtigste König der Perser, mit einem angeblich 1.700.000 Mann starken Heer und zerstreute sie völlig. Von dieser Zeit an lebten die Skythen längere Zeit hindurch in Frieden und behelligten ihre Nachbarn nicht.

Während im Fernen Osten Skythien, China, Indien und Persien, im Südosten Armenien, Assyrien, Babylon, Saba, Ägypten und Äthiopien zu Großmächten aufstiegen, entwickelte sich hier in Europa das Römische Reich nach und nach zu einer weltbeherrschenden Macht.
Schon 8–10 Jahrhunderte vor Christi Geburt wohnten jedoch im Gebiet Britanniens, Galliens, Iberiens, Norditaliens, Helvetiens, Belgiens, Frieslands, Germaniens und des heutigen Ungarn (Hungaria) die Kelten, die ihr Reich „Celtica” nannten. Doch auch die Kelten selbst bestanden aus zahlreichen, voneinander getrennten Stämmen, die oft blutige Kämpfe gegeneinander führten. Solche Stämme waren etwa die Lusitaner, Keltiberer, Aquitanier, Bretonen, Gälen, Briganten, Kimbern, Teutonen, Friesen, Bataver, Veneter, Haeduer, Sequaner, Volsker, Ligurer, Etrusker, Helvetier, Alemannen, Chatten, Semnonen, Varusleute, Markomannen, Quaden, Boier, Illyrer und Kaledonier. Dennoch war dieses Gebiet insgesamt noch sehr dünn besiedelt.
In unserer Gegend hier waren die Boier angesiedelt. Riesige Urwälder aus Eichen, Buchen und Fichten bedeckten das Land, zügellose, stellenweise fast abflusslose Flüsse und Bäche durchzogen es, dazu verschiedenstes Wild: Mammuts, Wisente, Bären, Wölfe, Wildschweine, Wildpferde, Dachse, Füchse, Hirsche, Gämsen, Damwild, Rehe, Hasen, Enten und Gänse sowie allerlei große Sumpf- und Raubvögel und andere Tiere. Entlang der Flüsse reihten sich zahllose Sümpfe und stehende Gewässer aneinander.
Das Gebiet des heutigen Felsőeőr und seiner Umgebung war damals ebenfalls ein solcher einsamer, unwirtlicher Urwald. Die Pinka, oder wie sie damals hieß, die Penic, war in Richtung des Eisenbergs noch völlig abflusslos. Daher waren die heutigen Fluren Csapota, Défort, Sárosberek, Kerék tövis, Urrét, Fölszer, Gyepők, Adránszer und Kárász hinunter bis nach Sárosszék ein sumpfiges, abflussloses Gelände. Der heutige Vörösvárer Teich stammt ebenfalls aus jener Zeit. So konnte diese verlassene, sumpfige, schwer zugängliche Wildnis weder die damaligen Boier noch später die Römer in dieses Gebiet locken.
Im Jahr 10 n. Chr. jedoch eroberte Agrippa, der berühmte Feldherr des römischen Kaisers Octavianus Augustus, der zugleich sein Schwiegersohn war, da er dessen Tochter Julia zur Frau hatte, das Land der Boier (Kelten), und dieses wurde unter dem Namen Pannonien zur römischen Provinz – und blieb es bis 375 n. Chr. Auch die in Pannonien gelegenen Seen Fertő und Balaton nannte man „Lacus Pelso”. Die Flüsse trugen folgende Namen: Aquanigra/Kapos, Arabo/Rába, Danuvius/Donau, Dravus/Drau, Savus/Save, Colopia/Kulpa, Inderula/Inn, Urbus/Verbász, Bostania/Bosna, Drinus/Drina, Scarnimga/Sárvíz, Sala/Zala, Murus/Mur, Laponan/Lafnitz, Penic/Pinka, Sevira/Gyöngyös, Litaka/Leitha.
Während der annähernd vier Jahrhunderte unter römischer Herrschaft blühte Pannonien so sehr auf, dass eine ganze Reihe von Städten entstand, so etwa Ad Flexum/Magyaróvár, Alisca/Szekszárd, Allianum/Mohács, Altarina/Tolna, Amamatus/Dunaföldvár, Aquae/Baden, Aquincum/Alt-Ofen, Aquavira/Varasd, Arrabona/Győr, Brigetis/Ószőny, Cascariana/Tapolca, Carintum/Petronell, Cartum Ferrerum/Vasvár, Celeja/Cilli, Certina/Diakóvár, Durna/Laibach, Floriana/Bicske, Fortiana/Ozora, Gerutata/Oroszvár, Gruntium/Kőszeg, Halleanum/Alsólendva, Hevota/Birkfeld, Herculia/Székesfehérvár, Irvia/Dombóvár, Limusa/Szigetvár, Marsella/Marcaltő, Markonia/Bród, Morgen Tiana/Keszthely, Paetovio/Pettau, Sala/Zalavár, Salina/Arany, Savaria/Szombathely, Scarbantia/Sopron, Sringinium/Nándorfehérvár, Salacena/Nagybajom, Sirinium/Mitrovica, Siscia/Siszek, Solva/Esztergom, Sopianae/Pécs, Ulcisia castra/Szentendre, Valenum/Nagykanizsa und Vindobona/Wien.

Die Goten jedoch leiteten bereits um 150 n. Chr. jene neue Epoche ein, die in den Blättern der Weltgeschichte unter dem Namen „Völkerwanderung” bekannt ist. Unter ihrem Druck mussten auch die vor ihnen siedelnden, kriegerischen und wilden germanischen Stämme wie Kimbern, Teutonen, Markomannen, Quaden, Rugier, Sachsen und Langobarden ihre Sitze aufgeben, da sie dem von Osten kommenden Zwang nicht standhalten konnten. So drangen diese Völker allesamt in die donauländischen Provinzen des Römischen Reiches ein: die Vandalen nach Dakien, die Quaden nach Moesia, die Markomannen nach Pannonien und Noricum, Alemannen und Franken nach Raetien und Vindelicien. Kurz, die Einfälle in römisches Gebiet nahmen ein solches Ausmaß an, dass man gezwungen war, diesen zugereisten Nachbarn Raum zu geben. Diese aber, als sie sich einmal zusammenrafften, wurden anfangs sogar Rom zum Nutzen, indem sie friedliche Ackerbauern wurden. Das Schicksal hatte die Zukunft jedoch anders eingerichtet!
Wie bereits früher erwähnt, wanderten die Skythen immer weiter nach Westen, sodass sich im Jahr 370 in Europa eine bisher unbekannte Völkerflut am Kaspisee und entlang des Flusses Etel erhob. Das war das Reitervolk der Szittyen, das heißt der Hunnen. Als sie an der Ostseite Europas erschienen, gerieten alle Völker in Schrecken. Gemeinsam mit den ebenfalls mit den finnugrischen Stämmen verwandten Alanen eroberten sie das Ostgotenreich, während sie die Westgoten vor sich hertrieben. Ihr König war Rugila; ihm folgte Bendegúz – oder Balambér –, der 433 starb. Ihm wiederum folgte auf dem Thron sein Sohn Attila, den die vor seiner Macht zitternde, feige und verweichlichte alte Welt als Strafe Gottes ansah und „Geißel Gottes“ nannte. Schon 447 standen sie in Griechenland vor den Thermopylen-Schanzen an der Spitze eines gewaltigen Heeres. 448 machte Attila den oströmischen Kaiser Theodosius II. (das byzantinische bzw. griechische Kaisertum) zu seinem Tributzahler. 451, am 6. April, just am Karsamstag, fielen die Hunnen bei Divodurum (dem heutigen Metz) ein, plünderten es aus, metzelten die Einwohner nieder und steckten die Stadt in Brand. Von dort, Lutetia (Paris) hinter sich lassend, nahmen sie Aurelianum (Orléans) unter Beschuss. Doch als sich die Nachricht vom Herannahen des Feldherrn des Weströmischen Reiches verbreitete, brach Attila die Belagerung ab, zog sich auf die Katalaunischen Felder (salóni mező) zurück, stellte dort sein 500 000 Mann starkes Heer in Schlachtordnung auf – und eine der größten und furchtbarsten Schlachten der Welt begann, die „Völkerschlacht“, in der an jenem blutdürstigen Tag etwa 180 000 Menschen fielen, ohne dass eine Seite einen klaren Sieg davontrug. 452 zog er zur Vergeltung direkt gegen die „ewige Stadt“ Rom (Roma urbs aeterna), die von Romulus 753 v. Chr. gegründet worden war. Auf seinem Weg nahm er die starke Stadt Aquileia, dazu Mediolanum (Mailand) und Ticinum (Pavia) ein. Als er vor Rom erschien, trat ihm Papst Leo selbst an den Stadttoren entgegen und flehte für die Stadt um Gnade, die Attila großmütig gewährte. Von hier kehrte er reich an Beute und Geschenken in seine Heimat zurück. 453 feierte er seine Hochzeit mit der schönen burgundischen Prinzessin Ildikó (der Kriemhild der Deutschen im „Nibelungenlied”); in der Hochzeitsnacht jedoch riss in seinem Kopf ein Blutgefäß, sodass er im Schlaf am eigenen Blut erstickte und am Morgen von seiner Gemahlin und den Großen seines Reiches tot aufgefunden wurde. Nach seinem Tod erhoben sich 456 alle unterworfenen Völker. In Pannonien kam es an der Waag zu jener unglückseligen Schlacht, in der Attilas ältester Sohn Ellák mit 30 000 hunnischen Kriegern fiel – und mit ihnen das Hunnenreich für immer zusammenbrach.
Sie verließen damals Attilas ruhmreiche Heimat, die schöne Ebene zwischen Donau und Theiß. Irnák und Csaba (Dengerics) führten die übrigen Hunnen in die Urheimat, nach Skythien, zurück. Ein Teil jedoch blieb in den Karpaten zurück – in den Bergen Siebenbürgens –, und aus ihnen wurden der mündlichen Überlieferung nach die Ahnen der Szekler. Nach den Hunnen siedelten sich in Pannonien für kurze Zeit zunächst die Ostgoten, dann die Heruler an, jedoch alle nur vorübergehend. Später verbündete sich König Alboin von den Langobarden im Jahr 567 mit dem Awarenfürsten Baján gegen die früher verräterischen Gepiden. Die Langobarden ließen sich 569 hier nieder, zogen aber später in die bis heute nach ihnen benannte Lombardei, und an ihre Stelle traten die Awaren in Pannonien, die unter dem mächtigen Fürsten Baján ihr Reich vom Don bis zur Inn ausdehnten. Nach Bajáns Tod schwand jedoch die Macht der Awaren immer mehr; ja, Karl der Große, der mächtige König der Franken, schlug sie 788 in Bayern, 791 bei Cesumor (heute in der Gegend von Tulln–Zeiselmauer) und 795 in der blutigen Schlacht im Tárnoktal (bei Keszthely) vollends, drang bis zur Theiß vor, zerstörte auch ihre Residenz, Bajáns Burg, und kehrte mit 15 Wagen voll Gold und Silber in seine Heimat zurück. Das Gebiet östlich der Theiß besetzte 815 Fürst Krum von Bulgarien. Ein Teil der Awaren mischte sich damals ebenfalls unter die früheren hunnischen Stammesverwandten im Szeklerland.
Karl der Große gründete in dieser Zeit die Ostmark (östliche Grenzmark), die sich von der Donau bis zur Mur und von der Enns bis zur Raab erstreckte. In unserer Gegend entstanden damals wiederum neue Städte bzw. wurden Burgen errichtet, etwa Gemi/Kőszeg, Penichan/Pinkafő, Oudinburch/Sopron, Savaria/Szombathely, Bernstein/Borostyánkő, Zloymuk/Szalónak, Gerlaburgum/Oroszvár, Musenburgum/Moson und Küsin/Németújvár.
883/884 zerstörte der mährische Fürst Swatopluk die Ostmark und gründete Großmähren, das jedoch kaum zehn Jahre Bestand hatte, als bereits unsere Ahnen im Pantherfell und Kaczagány (Pelzrock), die Magyaren unter Árpád, auftauchten. Fürst Árpád siedelte im Jahr 895 die Bewohner der Őrség – die „Wächter“ – als Grenzwächter hierher an, und zwar aus den Reihen der tapferen Szekler. Sie verriegelten die Grenzen mit dornigen Schutzhecken, verschiedenen Sperren und Hindernissen und besetzten sie mit starken Wachen. Die Chronik berichtet von einer dreifachen Grenzlinie, nämlich der Lapincs-, Ösztörmen- und Pinka-Linie.
An der Lapincs-Linie lagen: Árokszállás, Lipótfa, Kisládony, Alhó, Balfó, Vérthegy, Vághegy, Magashegy, Burgóhegy, Hidegkút, Radafalva, Dobrafalva, Királyfalva und Gyanafalva.
An der Ösztörmen- bzw. Strém-Linie lagen: Sá (Bükkösd), Komjáti, Lődös, Áránd, Szentelek, Nadasfalva, Rábortőr, Keményfalva, Vadonfő, Kukmér, Elekfalva, Németújvár, Gödör, Kupásfalva, Irmend, Deutsch-, Kroatisch- und Taródcsencs, Tobaj, Szentgotthárd und Rábaőr, Felsőlendva, Őrfalu, Muraszombat.
Die dritte und stärkste Linie war die Pinkatal-Linie: Borostyánkő, Határfő, Sárfenék, Pinkafő, Ober- und Unter-Schlaining (Felső- und Alsólövő), Felsőőr, Alsóőr, Őrállás, Vörösvár, Őrijobbágyi, Őrisziget, Vasverőszék, Szentmihály, Pinkaóvár, Unter- und Ober-Schattendorf (Alsó- und Felsőcsatár), Deutsch- und Kroatisch-Schlaining, Monyorókerék, Szentpéterfa, Sároslak, Karácsfa, Vasszentmihály, Rátót, Kondorfa, Ispáng, Őriszentpéter, Kisrákos, Pankasz, Nagyrákos, Szaknyér, Szata, Őrihodos, Őrbajánháza, Senyeháza, Dávidháza, Kotormány, Kapornak, Szomorócz und Bükkalja.
Aus alledem, was in dieser einleitenden Übersicht dargelegt wurde, können wir mit gutem Gewissen schließen, dass die alte Bevölkerung von Felsőőr nicht ungarischen, sondern hunischen, awarischen und petschenegischen Bogenschützen- und Schützengeschlechts war, also aus drei mit den Magyaren verwandten Stammesgruppen besteht – somit szeklerischen Ursprungs. Sie hatten einst ihren Sitz zwischen den Gipfeln von Csík, Udvarhely und Háromszék, in der wildromantischen Heimat des Hargita und der Alpen-Edelweiß (Havasi hófehérke), bis sie sich mit den Magyaren Árpáds vereinigten.
Denn nach der unglücklichen Schlacht an der Waag im Jahr 456 und dem verheerenden Kampf im Tárnoktál 795 flüchteten Reste der Hunnen und Awaren vor fremder Knechtschaft in die Berge Siebenbürgens, um den sie verfolgenden Franken bzw. Bulgaren zu entkommen, und nahmen dort ihren Sitz. Man nannte sie in türkischer Weise „Szekilek“, woraus sich die Bezeichnung Szekler entwickelte.
Sobald aber das landnehmende ungarische Volk die Pässe der Karpaten überschritten hatte, schlossen sich die Szekler, als blutsverwandter Stamm der Ungarn, sofort ihnen an und kämpften als treues, tapferes Volk überall als Wegweiser an der Spitze der Heere. In Friedenszeiten war ihnen die Bewachung der Grenzen (Őrség – die „Wache“) anvertraut. So wurden sie sowohl zur Auskundschaftung (speculatores) als auch zur Sicherung der östlichen wie dieser westlichen Grenzen eingesetzt. Ihr Name taucht zuerst hier an den westlichen Grenzmarken auf, in den Komitaten Pressburg, Moson, Sopron und Eisenburg (Pozsony, Moson, Sopron und Vas). (Daraus leitet sich auch die Bezeichnung „Burgenland“ ab, die aus den Namen Pressburg, Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg gebildet wurde.) In diesen Gegenden traten sie am längsten zwischen Borostyánkő (Bernstein) und Németújvár (Güssing) als Grenzwächter auf. Dies wird noch durch die Tatsache untermauert, dass Familiennamen, Bräuche, Mundart und Volkstracht dieser Gegend in vielem bis heute mit jenen der Szekler übereinstimmen – wie auch aus meiner folgenden Beschreibung deutlich werden wird.
Vorwort – Die Geschichte von Oberwart #2
Wer war János Topler? – Die Geschichte von Oberwart #1
Text, Fotos: BUKV, Őrség 64./2022
Übersetzung: Pathy



























