Der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein veröffentlichte im Jahr 2022 in seinem Jahresmagazin „Őrség” die lokalhistorische Arbeit von János Topler aus Oberwart mit dem Titel „Felsőeőr leírása. Eredete, alakulása, története és tényállása. A felsőőri nép számára” (Beschreibung von Oberwart. Seine Entstehung, Entwicklung, Geschichte und Fakten. Für die Bevölkerung von Oberwart). Der Autor begann sein Buch Weihnachten 1946 zu schreiben und vollendete es 1960 in erweiterter und überarbeiteter Form. Die Stadt Oberwart feiert im Jahr 2027 ihr 700-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden wir das Werk von János Topler in Auszügen veröffentlichen.
1.) Miklós Palothay, zu dessen Lebzeiten die Kirche weggenommen wurde; seine Familie ist ausgestorben.
2.) György Szeremley, der 56 Jahre lang Verwalter des Besitzes der gräflichen Familie Batthyány in Németújvár (Güssing) und Generaldirektor ihres Vermögens war. Er starb 1754. Sein Sohn:
3.) Károly Szeremley, der Ehemann der hochgeehrten Frau Judith Szentpétery; auch seine Brüder György und Sámuel, wohnhaft in Debrecen, stifteten zusammen 250 Forint für die Zwecke des Kirchenbaus der reformierten Kirche in Felsőeőr (Oberwart).
4.) László Chernelházi Chernel, der zwar in Chernelháza wohnte (Chernelháza ist eine kleine Gemeinde im Komitat Sopron, im Bezirk Ságh), jedoch aufgrund seines großen Ansehens ein mächtiger Förderer der Angelegenheiten unserer reformierten Kirche war. Ihm ist es zu verdanken, dass die Baugenehmigung für die Kirche erwirkt wurde; ihm verdankt die Kirche auch die von Zsuzsánna Szondy im Jahr 1753 für die Kirche testamentarisch hinterlassene ewige Stiftung von 2000 Forint. Aus den Zinsen dieser Stiftung sammelte er 1000 Forint, womit der Kirchenbau begonnen werden konnte. Er schenkte auch das am Stadtrand gelegene Ackerland von 6 Joch zur Verbesserung der Besoldung unserer Pfarrer und Lehrer. Ebenso verdanken wir ihm das Vermächtnis von 350 Forint, das Hauptmann Hubert Gesztefeld im Jahr 1764 für den Bau unserer Kirche hinterließ. Er entschlief im Herrn am 8. September 1769.
5.) Ferencz Stettner, als agiler Ehemann der hochgeehrten Frau Mária Szeremley.
6.) Herr László Szitha, Hauptkurator der reformierten Gemeinde.
7.) Gábor Dienes und
8.) Antal Laky, hochgeehrte Herren, stifteten ebenfalls – jeder für sich – 100 Pengő-Forint als Grundlage eines Schulgeldfonds für Schüler aus ärmeren Verhältnissen im Jahr 1845. Die 6%igen Zinsen wurden auch bis 1848 bezahlt; die stürmischen und blutigen Ereignisse der Jahre 1848/49 jedoch löschten – zusammen mit vielem anderen – auch die Erinnerung an diese Stiftungen aus, bis der hochgeehrte Herr Antal Laky im Jahr 1863 geruhte, seine Stiftung mit 100 Pengő-Forint erneut wirksam werden zu lassen. Das Vermächtnis des Herrn Gábor Dienes wurde im Jahre 1867 samt Zinsen in Höhe von 225 Forint beglichen.
9.) Márton Fülöp (Nr. 248, Sackgasse 3) vermachte 200 Forint; seine fromme Ehefrau
10.) die Witwe von Márton Fülöp, geb. Zsuzsánna Zámbó, vermachte ebenfalls 201 Forint, außerdem 1000 Forint zur Anschaffung einer Orgel im Jahr 1869.
11.) Die Witwe von Mihály Benkő ebenso 20 Forint.
12.) Dr. József Arany, unser frommer Seelsorger und zugleich Herr Dechant des Őrség (Wart), vermachte seiner Kirche sein Haus (317).
13.) János Imre vermachte der Kirche sein gesamtes Vermögen samt seinen Häusern (99, 101, 561) (Dalizser-Wald).
14.) Ferencz Palányi schenkte den dritten vergoldeten Silberkelch für den Abendmahlstisch. Der kleinste vergoldete Silberkelch ist das Geschenk der Witwe von Károly Szeremley, der hochgeehrten Frau Judith Szentpétery. Der größere vergoldete Silberkelch hingegen wurde im Jahr 1868 aus freiwilligen Spenden der weiblichen Gemeindemitglieder angeschafft.
Text: BUKV, Őrség 64./2022
Übersetzung: Pathy
Kiemelt kép: BUKV





















